Legende

Die Legende der Heiligen Birma beruht nicht auf geschichtlich dokumentierten Fakten.
Sie ist aber zumindest eine schöne Erklärung dafür, wie diese wundervolle Katzenrasse zu ihrem edlen Namen kam!



Die Legende der Heiligen Birma rankt sich um Mun Ha, dem ehrwürdigen Abt der Kittah Mönche im Tempel Lau Tsun, am Fuße des Lugh-Gebirges.
Dort verehrte man die Göttin Tsun-Kyankze, sie war die Göttin der Seelenwanderung.
Die Augen der Göttin waren saphirblau.
Mun Ha trug einen goldenen Bart, der Gott Song Hio soll ihn selbst geflochten haben, und er besaß einen Kater Namens Sinh.
Der Kater hatte bernsteinfarbene Augen und einen weißen Körper. Seine Ohren, Beine, Pfoten, Nase und der Schwanz waren aber dunkel gefärbt.
Die dunklen Farben, deuteten die Mönche als unrein. Das Zeichen des Schmutzes von allem, das den Boden berührt.

Feindliche Stämme griffen den Tempel an, als Mun Ha verstarb, nun war der Tempel ohne Führung.
Die Mönche und der Tempel befanden sich in Gefahr.

Da geschah das Wunder!
Sinh berührte den Abt Mun Ha mit seinen Pfoten und die Seele des Verstorbenen wanderte in den Kater, um dort weiterzuleben. Das Fell des Katers wurde creme-golden, wie der Bart des Abtes, die Augen verfärbten sich zu einem saphirblau wie die der Göttin Tsun-Kyankze und seine Pfoten wurden zum Zeichen der Reinheit blütenweiß. Kater Sinh lebte noch weitere sieben Tage. Als er starb, nahm er die Seele Mun Has mit, der Zustand der Vollkommenheit war erreicht.

Nach weiteren 7 Tagen versammelten sich die Mönche erneut vor der Statue der Göttin Tsun-Kyankze. Sie baten dort um Hilfe für die Wahl des neuen Abtes. Während des Gebetes erschienen alle Katzen des Tempels. Sie hatten alles das Aussehen des Katers Sinh angenommen. Diese Katzen versammelten sich lautlos um den jüngsten Kittha-Mönch, der so als Nachfolger des Abtes Mun Ha gewählt wurde.

Verstirbt eine heilige Katze des Tempels Lau Tsun, nimmt sie die Seele eines verstorbenen Kittha-Mönchs mit, damit sie ins Paradies gelangt.

Wer allerdings eine solche Katze tötet, wenn auch unabsichtlich, wird tausend Qualen erleiden. So lange bis ihm die Seele des Verstorbenen vergibt!